return Im Frühling auf Chios





Griechenland ist nicht nur wegen der Altertümer oder seiner vielen Inseln in der Ägäis mit herrlichen Stränden und klarem Wasser interessant sondern vielleicht auch durch das was aus seiner mediterranen Küche kommt. Wir hatten uns für eine Insel entschieden die nur wenige Kilometer vor dem türkischen Festland liegt: CHIOS

Die Anreise nach Chios erfolgt meist über die griechische Drehscheibe Athen. So kann man einen Stop-Over einplanen, um sich vielleicht auch einmal dort umzusehen. Akropolis und so! Da der Weiterflug meist mit einer kleineren Maschine fortgesetzt wird, ist es angeraten sich vor dem Reiseantritt nach dem max. Gewicht für das Reisgepäck zu informieren.



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Es gibt viel zu entdecken!
Chios, noch nicht vom Touristenrummel geprägt, ist keine ganz so kleine Insel: ca. 1.630 qkm, 210 km Küstenlinie, 50.000 Einwohner 55km lang und an der schmalsten Stelle 13 km breit. Zum Wandern zwar geeignet aber doch so mancher Weg ist nicht sonderlich markiert oder endet irgendwann im Dornengestrüpp. Das sollte man aber nicht als Ärgernis interpretieren. Es ist eher ein Zeichen dafür dass die Insel noch urtümlich ist auf der es bestimmt noch viel zu entdecken gibt.

Um die Insel Chios haben sich in der Geschichte schon viele gestritten nicht zuletzt auch die Türken. Ist sie doch ein Brückenkopf der Griechen so nahe vor dem türkischen Festland, dass man an manchen Stellen türkischen Mobilnetzempfang hat.

Ein Produkt der Insel ist „Mastix“, das Harz der Mastix-Pistazienbäume. Es wurde schon in der Antike gewonnen und zu verschiedenen Zwecken verwendet. Nicht zuletzt auch als eine Art von Kaugummi, auf den die Haremsdamen standen. Es vertreibt nämlich den üblen Mundgeruch. Das hat unter anderem auch manchem Inselbewohner als Mastix-Lieferant, in den damals kriegerischen Zeiten, das Leben gerettet.

Mastix hat eine antibakterielle Eigenschaft und soll z.B. gegen Magenbeschwerden, Sodbrennen und Entzündungen der Schleimhäute, Wundbehandlung der Haut und bei rheumatischen Beschwerden helfen. Noch heute wird das Mastix-Harz gewonnen. Einfach mal die Mastix-Süßigkeiten kosten.

Wir hatten uns ein altes Häuschen, in einem ebenso alten, fast verlassenen Dörfchen, direkt unterhalb einer ebenfalls alten Festungsruine als Bleibe für zwei Wochen ausgesucht. Von hier aus hatten wir einen herrlichen Blick auf das Meer. Einkaufen für Selbstversorger war in dem kleinen Dorfladen kein Problem aber auch einige Restaurants mit köstlicher griechischer Küche waren vorhanden. Wir waren im Frühjahr dort, und da das Osterfest der orthodoxen Christen immer auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond, der ersten Tag- und Nachtgleiche des Jahres fällt, also nach dem Ostern im westlichen Teil Europas, hat man uns in dieser Nacht ganz schön aus dem Schlaf gerissen. Da ham die Griechen es ganz schön krachen lassen. Fast so wie bei uns zu Silvester: mit Böllerschüssen und Raketen. Zum Glück hatte man uns schon vorgewarnt.

Blick von unserem Häuschen.


Limnos, im Cafe-Restaurant direkt am Strand.
Mit der Verständigung ist es nicht ganz so einfach, aber es findet sich immer eine Möglichkeit. Wenn es in Deutsch oder Englisch nicht geht, geht es immer noch mit der Zeichensprache, und das ist manchmal ganz lustig. Oder aber es wird eine dritte oder vierte Person hinzugezogen die dann eine kennt der vielleicht …… auch kein Deutsch oder Englisch kann. So haben wir viele Leute kennengelernt :). Aber zum Schluss hat es immer geklappt, Und was wir zum Essen bekamen hat immer sehr gut geschmeckt. Vielleicht war es nicht ganz so wie wir es uns vorgestellt hatten. Lecker war es aber auf jeden Fall immer!!!! Besonders gern waren wir bei, Constantin. Oder hieß er nicht Dimitrios? Nein Costas hieß er bestimmt nicht. Aber in Limnos im Cafe-Restaurant direkt am Strand das ist sicher haben wir uns sehr wohl gefühlt. Wir sind immer herzlich empfangen worden. Es gab Ziegenkäse, Oliven gebratene Sardinen, Kalamari, Zicklein, Auberginen oder Fisch. In dieser Reihenfolge etwa und dann noch griechischen Kaffee und natürlich nicht zu vergessen Ouzo zum Abschluss. Irgendwie hatten wir das Gefühl zur Familie zu gehören. So ist uns nach den zwei Wochen der Abschied auch schwer gefallen. Aber wir wollten auf der Rückreise noch ein paar Tage in Athen als Stop-Over verbringen. Na klar doch. Wegen der Akropolis.

Dazu ein kleiner Hinweis. Den schönsten Blick auf den Hafen und natürlich die Akropolis hat man von einer westlich vorgelagerten Anhöhe aus (Filopappou Hill). Der späte Nachmittag eignet sich am besten, wenn das warme Licht der Sonne die “Bauwerk-Ruine“ anstrahlt. Also zuerst zur Akropolis wegen Kultur und so. Dann auf die Anhöhe fürs Foto und zum Schluss zum Abendessen in die Altstadt. So wird’s ein gelungener Tag. Leider nicht für die Füße.


Akropolis

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Blick vom Filopappou Hill auf die Akropolis.

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